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Herzlichen Glückwunsch Jehmlich Orgel

- 30 Jahre Jehmlich-Orgel in St. Josef Mühlhausen -

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Orgel gab der Organist Schlaffke am 25.09.2011 Ein Orgelkonzert in der St. Josef Kirche. Es erklangen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy (Praeludium und Fuge d-moll, op. 37 Nr. 3), Wolfgang Amadeus Mozart (Fantasie f-moll "Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr", KV 594), Jehan Alain (Le Jardin suspendu, JA 71), Franz Liszt (Fantasie und Fuge über den Choral "Ad nos, ad salutarem undam" aus der Oper "Der Prophet" von Meyerbeer).
Für David Schlaffke war es ein gelungenes Heimspiel - er begann an diesem Instrument seine Organistenausbildung...
Er studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig, anschließend Orgel in der Solistenklasse bei Hans Fagius am Königlich Dänischen Konservatorium in Kopenhagen, wo er 2006 sein Solistendebut gab. 2009 - 2011 studierte David Schlaffke Cembalo bei Menno van Delft am Konservatorium in Amsterdam.
Konzerte führten ihn durch Deutschland sowie zahlreiche europäische Länder. Neben seiner Tätigkeit als Organist bereichert das Spielen von Kammermusik als Pianist und Cembalist seine künstlerische Tätigkeit.
Seit 2008 ist David Schlaffke Organist der Sloterkerk in Amsterdam.
Im Oktober 2011 erscheint in Zusammenarbeit mit Susanne Jaspers eine erste CD mit Werken für Violine und Orgel.

Bereits 1965 gab es Pläne für einen Orgelneubau, denn die alte Klais-Orgel war in vielen Bereichen defekt und ihre damalige romantische Stimmung nicht mehr "in Mode". Dem damaligen Stadtdechanten Bruno Diefenbach und dem neu eingestellten Kantor Raimund Kister war es dabei wichtig, dass der Aufstellungsort einer neuen Orgel so gewählt wurde, dass Organist, Chor und Instrumentalisten mit der zum Gottesdienst versammelten Gemeinde und nicht über sie hinweg musiziert.

1975 bekam die Orgelfirma Jehmlich aus Dresden den Auftrag für den Bau einer neuen Orgel. Das war nur möglich durch die überaus große Spendenbereitschaft der Gemeindemitglieder und einen Zuschuss des Bonifatiushilfswerkes. (Die alte Klais-Orgel wurde im Jahr 2000 im Rahmen der großen Sanierung unserer Pfarrkirche an die Dominikanerpfarrei in Budapest weitergegeben.)
Die neue Jehmlich-Orgel fand nun nicht mehr auf der Empore, also im Rücken der Gemeinde, ihren Platz, sondern in der nördlichen Seitenapsis. Im klaren Aufbau der gegeneinander abgegrenzten Einzelwerke folgt das Instrument architektonisch konsequent dem Prinzip des klassischen Orgelbaus. Bei der technischen Gestaltung der Spieltraktur kamen aber vor allen Dingen praktische Gesichtspunkte zum Tragen: Der Organist kann die Lieder der Gemeinde begleiten und gleichzeitig den Chor und die Schola vom Spieltisch aus leiten. Eine elektrische Traktur gestattet, dass der fahrbare Spieltisch im Radius von 5 m vor dem Orgelwerk bewegt werden kann.
Mit der an Klangfarben reichhaltigen Disposition (u.a. 6 Zungenstimmen und in den Kirchenraum ragende spanische Trompeten) ist diese Orgel ein Instrument, das der Liturgie in der geforderten Weise dienen kann und ebenfalls zur Darstellung von Literatur aller Stilepochen gut gerüstet ist. Am 3. Oktober 1981 wurde diese neue Orgel in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht.
Dass dieser Orgelbau eine richtige Entscheidung war, zeigt auch heute noch die Nutzung der Orgel für eine lebendige Gottesdienstgestaltung und für Konzerte verschiedener Art.

 

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